Judith Brunner

Wishful_Thinking10, 2017, Acryl/Bronze auf Nessel, 161 x 86 x 4 cm Gustav-Müller-Platz 3
10829 Berlin

Genre/Kunstrichtung: Malerei, Zeichnung, Digitale Arbeiten, Künstlerbücher

 

Konzept, fragmentarische Wahrnehmung und Gleichzeitigkeit:
 
Was wir sozusagen im Vorbeigehen sehen, ordnen wir später im Gehirn. Das wird dann das Bild, das wir uns merken. Das Auge durchläuft quasi eine Erzählung. Es basiert immer auf dem gerade Wahrgenommenen und trägt es weiter zum nächsten Standpunkt. Aber was tritt vor? Was geht zurück? Unser Gehirn übernimmt die Rolle des Chronisten und vermittelt uns am Schluss ein „Gesamtbild“. Sehen wir aber am Ende noch, was wir ursprünglich gesehen haben?

In der Malerei begegne ich dieser Vielschichtigkeit mit 3-dimensionalem Bildaufbau: bei  Wishful Thinking 1-10 liegt scharfkantige Bronze über Acryllasuren, wiederum überlagert mit einer starkfarbenen Form. Ausgehend von derselben Grundform ergibt sich dadurch ein Rhythmus in Größe und Farbe.

Auch die Zeichnungen bewegen sich absichtlich „zwischen den Stühlen“, sind weder reines Graphit noch reine Malerei auf Papier. Die haptische und konzeptionelle Sperrigkeit unterstreicht meine Absicht, etwas erst im Nachhinein erfahrbar zu machen.

 
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Bild: Wishful Thinking10, 2017, Acryl/Bronze auf Nessel, 161 x 86 x 4 cm